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Die
AIDS-Hilfe:
Prävention: |
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Einleitung
Jugendliche
Homo- und bisexuelle Männer
DrogengebraucherInnen |
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Einleitung
Prävention
So lange es keine Schutzimpfung und keine Heilbehandlung
bei HIV und AIDS gibt, ist Aufklrung der einzige Weg, die Anzahl
der Neuinfektionen zu vermindern. Studien bestätigen, dass der allgemeine
Wissensstand in der Bevölkerung mittlerweile recht hoch ist. Sie
weisen allerdings auch darauf hin, dass der Kenntnisstand langsam
wieder sinkt. Prävention zielt auf eigenverantwortliche Verhaltensänderung
in riskanten Situationen. Darüber hinaus müssen gesellschaftliche
Rahmenbedingungen geschaffen werden, welche die individuelle Umsetzung
fördern. Die AIDS-Hilfe informiert über Infektionswege und Schutzmöglichkeiten
im Rahmen der Auseinandersetzung mit Liebe, Sexualität, insbesondere
Homosexualität, Partnerschaft und Drogenkonsum. Ein weiteres Ziel
der Aufklärung ist es, Vorurteile gegenüber Menschen mit HIV und
AIDS abzubauen und Solidarität zu fördern. AIDS geht zwar jeden
an, jedoch in unterschiedlicher Form. Deshalb klärt die AIDS-Hilfe
zielgruppenspezifisch auf. Sie vermittelt klare, aktuelle Botschaften,
die in der Sprache der jeweiligen Zielgruppe formuliert sind. Sie
verteilt Informationsmaterial, Kondome und Spritzen und führt Projekte
und Seminare durch. Ausserdem schult sie Personen, zum Beispiel LehrerInnen,
Pflegepersonal, PolizistInnen und SozialarbeiterInnen, die ihr Wissen
anschiessend an andere weitergeben können.
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Für Jugendliche
AIDS
- das Thema ist ja nun wahrlich nicht neu.....
Die meisten Jugendlichen wissen heute Bescheid über AIDS. Sie sind
im Biounterricht, aus Zeitschriften oder Kinospots über die Infektionswege
informiert worden. Jugendliche wissen, dass Kondome schützen, dass
DrogengebraucherInnen Spritzen nicht tauschen sollten, und Pflegepersonal
und Ärzte bei Blutkontakten Schutzhandschuhe tragen sollten. Dieses
Wissen ist eine wichtige Voraussetzung, um Risikosituationen einschätzen
zu können und sich selber zu schützen. Das hört sich ja erstmal
einfach an, ist in der Praxis aber meist ein bisschen komplizierter.
- Wer möchte sich schon im Zustand
erster Verliebtheit vorstellen, dass die Freundin oder der Freund
HIV-infiziert ist, irgendwann in den nächsten 10 Jahren an AIDS
erkranken und wahrscheinlich sterben wird? Wir stellen uns die
romantische Liebe anders vor.
- Viele Jungen, besonders wenn sie
über wenig oder keine sexuellen Erfahrungen verfügen, haben Angst
vor dem Kondom. Sie befürchten, dass irgendwas schiefgehen könnte,
die Erektion nachlässt und alles nur noch peinlich wird.
- Mädchen trauen sich oft nicht,
darauf zu bestehen, dass der Junge ein Kondom benutzt. Sie befürchten,
die Atmosphäre zu zerstören, insbesondere, wenn sie sich mit der
Pille bereits vor ungewollter Schwangerschaft schützen.
- Jungen, die merken, dass sie schwul
sind, sind erstmal damit beschäftigt, diese Tatsache für sich
selbst zu akzeptieren. Bei den ersten homosexuellen Kontakten
fühlen sie sich häufig überfordert, auch noch an den Schutz vor
AIDS zu denken.
Das sind nur einige Beispiele, die
verdeutlichen, dass Liebe, Sexualität und Partnerschaft immer noch
ein Abenteuer sind.
Ich kann hier keine Ratschläge geben, die für alle Jugendlichen
gültig sind. Aber ein paar Sachen, die doch für die eine oder den
anderen interessant sein könnten, hätte ich schon zu sagen.
- Hilfreich erscheint mir, sich mit
den eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Erwartungen in bezug auf
Freundschaft und Sexualität auseinandersetzen. (Wie soll es denn
sein; wie soll es auf gar keinen Fall sein; was möchte ich jetzt;
was wünsche ich mir für später usw.)
- Es kann nicht schaden, Anforderungen
und Erwartungen, die von anderen an Mädchen und Jungen bezüglich
des "wie/wann/mit wem" gestellt werden, zu hinterfragen.
- Für manche ist es ganz wichtig,
die beste Freundin oder den besten Freund zu Rate zu ziehen. Für
Mutige empfiehlt es sich, gleich offen mit der Partnerin/dem Partner
zu reden.
- Jungen können den Gebrauch von
Kondomen auch erstmal allein üben.
Auch diese Liste liesse sich noch endlos
fortführen.
Manches lässt sich in Beratungsgesprächen
klären. Manche Fragen kann man z.B. in einem der Workshops der AIDS-Hilfe
Bielefeld e.V. beantworten. Unsere Workshops drehen sich um die
Themen Liebe, Sex, Partnerschaft und natürlich HIV und AIDS. Das
Ganze läuft weniger schulmässig ab, als frau/man sich das vielleicht
vorstellt. Lust und Spass und "Was ich ja schon immer mal wissen
wollte....." steht bei uns im Vordergrund - Ihr gebt die Themen
vor, dir Euch speziell interessieren.
So ein Workshop ist für Jugendliche
kostenlos und kann für eine Clique, eine Jugendgruppe, eine Schulklasse
oder jede andere Art von Gruppierung organisiert werden.
Anrufen und verbindlich anmelden genügt.
Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du
Dich persönlich, per Telefon oder mail an die Youthworkerin der
AIDS-Hilfe - also mich - wenden.
Wir arbeiten hier vertraulich und beraten auf Wunsch auch anonym.
Sprechzeiten: Donnerstags 14-18 Uhr
Tel.: 0521-133388
e-mail
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Homo- und bisexuelle Männer
Schwule und bisexuelle Männer sind
in besonderem Masse von AIDS betroffen. Ihr Anteil an den AIDS-Erkrankten
liegt bei knapp 70%. Bei den Neuinfektionen beträgt ihr Anteil über
50%.
Viele homo- und bisexuelle Männer
sind gut informiert und haben ihr Verhalten verändert und somit
ihr Risiko, sich mit HIV zu infizieren, vermindert.
Nach 15 Jahren Prävention sind jedoch viele des Themas überdrüssig.
Mit neuen Ideen müssen deshalb die Wahrnehmungsraster durchbrochen
werden, muss für neue Aufmerksamkeit gesorgt werden und muss das
einmal Erlernte wieder aktualisiert werden. Ausserdem gibt es Gruppen,
die bislang nur schwer erreicht werden. Studien zeigen z.B., dass
Männer, die mit Männern Sex haben, ohne eine schwule Identität zu
entwickeln, und schwule Männer aus der Unterschicht weniger von
der Prävention profitieren.
Herzenslust
- landesweite AIDS-Präventionskampagne für schwule und bisexuelle
Männer
Das Herzenslust-Team hält mit lustvoll inszenierten Aktionen in
der Szene die Auseinandersetzung mit HIV und AIDS lebendig. Bei
den meisten schwulen Veranstaltungen gehören "Störaktionen" der
AIDS-Hilfe mittlerweile zum festen Bestandteil. Um schwule und bisexuelle
Männer zu erreichen, die nicht in schwule Netzwerke eingebunden
sind, war das Herzenslust-Team vor Ort im Park in der Sauna und
auf Autobahnraststätten präsent.
Ansprechpartner für Herzenslust:
Oliver Schulte
.JPG)
Herzenslust- Team der AIDS-Hilfe in Aktion
Aber es geht nicht nur darum das Verhalten
des Einzelnen zu verändern, sondern auch die Verhältnisse,
die ihn hierbei behindern. Dazu gehören zum Beispiel Ausgrenzung
und Benachteiligung. Vor diesem Hintergrund engagiert sich die AIDS-Hilfe
Bielefeld im "Bielefelder Netzwerk lesbischer und schwuler Gruppen
e.V." für Gleichstellung und Akzeptanz lesbischer und schwuler
Lebensweisen.
Ansprechpartner: Peter Struck
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DrogengebraucherInnen
Die gemeinsame Benutzung von Spritzbestecken
ist ein bedeutender Übertragungsweg von HIV bei DrogengebraucherInnen.
Die AIDS-Hilfe wartet und bestückt 4 Spritzenautomaten in der Bielefelder
Innenstadt, um die Zielgruppe mit sauberen Spritzen und Kondomen
zu versorgen und auf diesem Wege die Neuinfektionen zu reduzieren.
Die Standorte der Automaten sind auf der Karte mit schwarzen Pfeilen
gekennzeichnet.
Stadtplan
(Skizze) mit den Standorten
Darüber hinaus bildet die AIDS-Hilfe
MitarbeiterInnen von Drogenberatungen, Justizvollzugsanstalten und
Entgiftungsstationen zum Thema AIDS und "Safer Use" fort und führt
Präventionsveranstaltungen für Inhaftierte in Justizvollzugsanstalten
durch.
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