Der neue Aktionsplan zur Gleichstellung von LSBTI* in Bielefeld tritt 2018 in Kraft.

Im Haupt- Wirtschafts- und Beteiligungsausschuss der Stadt Bielefeld hat die Mehrheit des Ausschusses mit den Stimmen der SPD, der Grünen, der Piraten und Bürgernähe und der Linken am 06.Juli 2017 für den Aktionsplan „Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen“ gestimmt und die Verwaltung aufgefordert, die entsprechenden Fördermittel zur Verfügung zu stellen. Die Vertreter_innen der FDP und der BfB haben zwar für den Aktionsplan gestimmt, aber gegen die finanzielle Förderung. Die FDP will noch einen eigenen Deckungsvorschlag zur Finanzierung vorlegen. Die CDU lehnt den Aktionsplan und seine finanzielle Förderung ab.

Die Aidshilfe Bielefeld e. V. hat sich als Mitglied des Netzwerks lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld e.V. an der Entwicklung des Aktionsplans beteiligt. Die 75 Maßnahmen in 9 Handlungsfeldern des Aktionsplans fördern die Gleichstellung von LSBTI* und die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und bauen Diskriminierung und Ausgrenzung ab.br>
„Damit legen wir jetzt den umfassenden Aktionsplan vor, den wir vor einem Jahr im Rat beschlossen haben. Das wir so einen umfangreichen Maßnahmenkatalog innerhalb nur eines Jahres vorlegen können, das ist schon eine große Leistung“, so Klaus Rees von den Grünen.

Der Aktionsplan gliedert sich in die neun Handlungsfelder Kinder, Jugend und Familien, Alter und Pflege, Menschen mit Behinderungen, Psychosoziale Beratung, Gesundheit, Geflüchtete, Migration, Kultur und Geschichte, Stadtverwaltung/Arbeitgeberin Stadt Bielefeld.

Vorgeschlagen werden zum Beispiel, dass die Stadt für eine Sensibilisierung der Träger der Altenhilfe und –pflege für die spezifischen Belange von Lesben, Schwulen und Trans* sorgt, dass die Volkshochschule queere Themen in das Programm für Kurse und Diskussionsveranstaltungen aufnimmt oder dass die Stadt Bielefeld sich im nächsten Jahr mit einem eigenen Wagen beim Christopher-Street-Day beteiligt.

Zudem soll es eine Koordinierungsstelle geben, die sowohl die Umsetzung der Maßnahmen begleitet und unterstützt als auch als Anlaufstelle für Beschwerden, beispielsweise im Fall von Diskriminierungserfahrungen, dient. „Außerdem werden die bereits bestehenden Angebote auf neue Anforderungen angepasst. Das Ganze wird damit verstetigt, professionalisiert und ausgebaut“, sagt Michael Gugat (Bürgernähe/PIRATEN).

„Für uns sind Demokratie und Vielfalt gekoppelt – wir sehen den Aktionsplan als wichtigen Beitrag dafür, dass Bielefeld eine weltoffene, bunte Stadt bleibt. Mich freut besonders, dass wir das ehrenamtliche Engagement von SchLAu jetzt auch professionell unterstützen können“, so Wiebke Esdar (SPD). SchLAu steht für schwul-lesbische Aufklärung. Dahinter steht ein Projekt, in dem junge schwule und lesbische Jugendliche in Schulen gehen, um dort über ihre Erfahrungen mit dem Coming-Out und ihrer sexuellen Orientierung zu sprechen. In Zeiten, in denen ‚schwul’ auf vielen Schulhöfen immer noch als Schimpfwort gilt, eine wichtige Initiative.

Großen Dank sprechen die Koalitionäre der Stadtverwaltung aus – insbesondere der Gleichstellungsbeauftragten Ilse Buddemeier sowie Friederike Vogt und Peter Struck vom Verein Netzwerk lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld e.V., die den Aktionsplan erstellt haben.

Das Netzwerk sieht den Aktionsplan als wichtiges Zeichen für Gleichstellung und Akzeptanz von LSBTI* in Bielefeld.

Den Aktionsplan können Sie hier downloaden.

Aktionsplan Gleichstellung LSBTI


Kein Aids für alle.

Die Aidshilfe Bielefeld e.V. unterstützt die Kampagne „Kein AIDS für alle!“ der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH). Ab dem Jahr 2020 soll in Deutschland niemand mehr an Aids erkranken müssen.

HIV muss nicht mehr zu Aids führen. Trotzdem erkranken zurzeit in Deutschland jährlich weit mehr als 1.000 Menschen an der Immunschwächekrankheit – die meisten, weil sie nichts von ihrer HIV-Infektion wissen. Knapp 13.000 Menschen leben in Deutschland unwissentlich mit HIV. Andere Menschen haben keinen Zugang zu HIV-Medikamenten. Sie alle laufen Gefahr, an Aids zu erkranken....

Den ganzen Artikel können Sie hier downloaden.

Kein Aids für alle.


queer refugees support Bielefeld

Das Projekt queer refugees support bietet lesbischen, schwulen und trans* Geflüchteten Beratung zu asyl- und sozialrechtlichen Fragen, Unterstützung im Coming-Out sowie Austausch und Vernetzung mit anderen qeeren Geflüchteten in der Selbsthilfegruppe.

Weitere Infos finden Sie hier:
queer refugees support

Den Flyer können Sie hier downloaden.

queer-refugees-support-Bielefeld